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Lehrer für Kibombomene (Sambia)

(Erfolgreich abgeschlossen)

Im Wohlstandsindikator der vereinten Nationen (Human Development Index) lag Sambia 2012 auf Platz 163 von 187. In diesem Binnenstaat südlich der Sahara ist die Armut vor allem in ländlichen Gebieten besonders groß. Über die Hälfte der Menschen muss mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Viele Kinder und stillende Mütter sind unterernährt. Zudem gehörte Sambia um die Jahrtausendwende zu den Ländern mit den höchsten HIV-Infektionsraten, was eine geringe durchschnittliche Lebenserwartung mit sich brachte. Dies hatte zur Folge, dass zu dieser Zeit etwa eine Million Kinder als Waisen aufwuchsen – also etwa jedes fünfte im Land.

Das Dorf Kibombomene liegt in einer besonders strukturschwachen Region von Sambia. Die nächste Klinik ist 25 km vom Dorf entfernt und die nächste weiterführende Schule ist außer Reichweite. Bildung ist ein unerreichbarer Luxus. Das wollten wir ändern und hatten uns zum Ziel gesetzt, den Kindern von Kibombomene einen besseren Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen.

Hauptanliegen unserer damaligen kanadischen Partnerorganisation „Same World, Same Chance“ in diesem Projekt war es, zunächst für die Kinder in Kibombomene auf einer eigens hierfür erworbenen Fläche eine Schule mitsamt Unterkünften für Lehrer und Schüler zu errichten. Die Kanadierin und Mitgründerin der Organisation, Marissa Izma, lebte viele Jahre in Kibombomene und betreute das Projekt. Somit war eine professionelle und kritische Überwachung der Verwendung der Spendengelder sichergestellt.

Ein ehrenamtlich in der Stiftung engagierter Mitstreiter, Paul Bade, machte sich bereits 2011 selbst ein Bild der Lage vor Ort in Sambia und initiierte zunächst das erste Projekt in Kibombomene, den Bau eines Trinkwasserbrunnens (siehe Projekt Trinkwasserbrunnen Kibombomene).

Aufbauend auf diesem Erfolg finanzierte unsere Stiftung in den Folgejahren das Gehalt eines Lehrers dieser Schule und stellte somit den Grundbetrieb der ausschließlich auf Spendenbasis finanzierten Schule sicher. Da die zuvor private Schule im Jahr 2015 vom Staat übernommen wurde und dieser auch die Bezahlung der Lehrergehälter übernahm, war eine weitere Unterstützung nicht mehr notwendig. Somit konnte auch dieses Projekt erfolgreich beendet werden.