Kinderhaus Projekt

Seit vielen Jahren – Kinderhaus „Hogar Santa Lucia“

Stiftung Soziale und Ökologische Zukunft

Quito (Ecuador) | Status: Aktuell

Das Kinderhaus „Hogar Santa Lucia“ in Quito ist zu einem Zuhause für etwa 50 Kinder geworden. Sie haben zuvor auf der Straße gelebt, viele sind Waisen. Gegründet wurde das Kinderhaus von Schwester Sigmunda Schnetzer. Die Kinder werden von Erzieherinnen und Ordensschwestern liebevoll betreut und erhalten neben einer kindgerechten Erziehung auch eine Schul- und Berufsausbildung.

Projektidee

Im Norden von Quito, der Hauptstadt Ecuadors, leben die Wohlhabenden, im Süden die Armen. Eine Mittelschicht gibt es nicht. Unzählige Kinder wachsen auf der Straße auf, teilweise sind sie Waisen, andere fliehen vor den katastrophalen Verhältnissen in den eigenen Familien, andere wurden ausgesetzt. Die meisten schließen sich in Straßenbanden zusammen, einen Weg aus diesem Teufelskreis finden die wenigsten Kinder. Prostitution ist alltäglich, viele Mädchen haben bereits im Alter von 12 bis 14 Jahren eigene Kinder.

Stiftung Soziale und Ökologische Zukunft1978 richtet Schwester Sigmunda für die ersten Kinder in einem Schuppen ein Zuhause ein. Wenig später muss der Schuppen geschlossen werden. Eine Frau namens Lucia schenkt Schwester Sigmunda für die Kinder etwas Land. Das neue Heim erhält aus diesem Grund den Namen „Hogar Santa Lucia“. Finanzielle Hilfe kommt aus Deutschland. Im Oktober 1981 steht der Rohbau des Kinderheims, einen Monat später ziehen die ersten Kinder in ihr noch notdürftiges neues Zuhause. 1984 wird das Kinderheim endlich fertig gestellt.

Bis zu 40 Kinder können in familiären Gruppen betreut werden. Nach knapp zehn Jahren ist das Heim mit 50 Kindern hoffnungslos überbelegt. Für die Jugendlichen mietet Schwester Sigmunda daraufhin ein Haus an. Sie nennt es „Casa Arcoiris“ – „Regenbogenhaus“. Nach und nach übernehmen einheimische Schwestern die Leitung des „Hogar Santa Lucia“, Schwester Sigmunda begleitet die Jugendlichen und hilft ihnen, sich eine Zukunft aufzubauen. Manche der Kinder leben an die zwanzig Jahre bei Schwester Sigmunda.

Stiftung Soziale und Ökologische ZukunftAngeschlossen ist das Förderzentrum „El Niño“ für behinderte Kinder. Hier werden etwa achtzig zum Teil mehrfach behinderte Kinder armer Familien gefördert. Neben der herzlichen Betreuung werden unter anderem Reittherapie, Musiktherapie und Physiotherapie angeboten.

Seit kurzem gehört auch ein Hospital zur Einrichtung, das mittellose kranke Menschen aus den Armenvierteln behandelt. Ärzte aus dem reichen Norden Quitos kümmern sich im Armenkrankenhaus kostenlos oder für einen Bruchteil ihres normalen Honorars um die Kranken.

Das Kinderhaus erhält von der Stiftung jährlich 2.000 €.

 

 

Unser Projektpartner

1930 wurde Sigmunda Schnetzer geboren und trat 1952 in den Orden der Missionsdominikanerinnen im Kloster Schlehdorf ein. Anfang der Siebziger hält sie Vorträge und predigt für „missio“ in ganz Deutschland. Mit 46 reist sie nach Quito und arbeitet für das Ecuador-Projekt INEFOS. Ein Jahr später erstellt sie eine Diareihe für die südamerikanische Bischofskonferenz, dabei erlebt sie auf der Straße das Elend der Kinder und beginnt sich für sie einzusetzen.

Historie

Seit vielen Jahren unterstützen Dr. Hartmut Brösamle und seine Frau das Kinderheim „Hogar Santa Lucia“. Ein Besuch des Kinderheims und der persönliche Briefwechsel zwischen Schwester Sigmunda Schnetzer und der Familie Brösamle zeigt, wie wichtig die Unterstützung des Projekts ist und dass jeder gespendete Euro nicht nur dringend benötigt wird, sondern auch genau da ankommt, wo die Unterstützung am dringendsten benötigt wird – bei Kindern, die alles verloren haben. Die ersten Spenden sind rein privater Natur, über die Stiftung soll die Hilfe weiter ausgebaut werden.

Ihre Spende

  1. Eine Veränderung der allgemeinen Lebensverhältnisse der Armen in Quito ist nicht absehbar – die Kinder im „Hogar Santa Lucia“ sind auf finanzielle Hilfe aus Deutschland angewiesen.
  2. Regelmäßig informiert Schwester Sigmunda über den Fortschritt des Projekts und die Verwendung der gesammelten Spenden.
  3. Ihr Geld kommt genau dort an, wo es benötigt wird. Bei den Straßenkindern, die durch Schwester Sigmunda ein neues Zuhause gefunden haben.

 

Brief Schwester Sigmunda Schnetzer | Februar 2014

Brief Schwester Sigmunda Schnetzer | Februar 2014