medico Solarlampen

Herbst 2014 – Solarlampen für Pakistan

Stiftung Soziale und Ökologische Zukunft

Matiari (Pakistan) | In Vorbereitung

Zwei Drittel der Bewohner Pakistans leben auf dem Land. Elektrische Energie ist ein Luxusgut. Viele Haushalte sind nicht an das Stromnetz angeschlossen oder müssen sich mit häufig auftretenden, stundenlangen Stromausfällen arrangieren. Besonders im ländlichen Raum werden regelmäßig Petroleumlampen verwendet – Billigprodukte, die vergleichsweise viel Brennstoff verbrauchen und nur eine geringe Lichtausbeute haben. Ihre Klimabilanz trägt in einem nicht unerheblichen Maß zur globalen Erwärmung bei. Die Lampen setzen gesundheitsschädliche Rußpartikel frei und können so zu Atemwegsproblemen führen.

Daher sollen Solarlampen mit zwölf kleinen LEDs kostenlos an die Einwohner von Matiari verteilt werden. Die unmittelbare Hilfe für die betroffenen Menschen und die Vermeidung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen ergänzen sich in diesem Projekt ideal.

Projektidee

Stiftung Soziale und Ökologische ZukunftDie Umsetzung des Projektes wird in Kooperation mit medico international e.V. und der lokal tätigen Organisation HANDS erfolgen. Bereits seit vielen Jahren unterstützt Dr. Hartmut Brösamle medico und kennt die dort handelnden Personen. Durch die Zusammenarbeit hat sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Im Rahmen der Stiftung wird die gemeinsame Arbeit nun fortgesetzt.

Die Verteilung der Solarlampen wird dabei in andere Aktivitäten von HANDS eingebettet, da HANDS sich längerfristig vor Ort engagiert. Auf diese Weise ist garantiert, dass sich die Familien auch zu einem späteren Zeitpunkt mit Fragen oder Problemen an das HANDS Team wenden können.

Innerhalb der Projektlaufzeit wird HANDS Solarlampen beschaffen und an Familien im Distrikt Matiari verteilen. HANDS hat seit 2012 bereits 36.500 Solarlampen verteilt und durchgehend gute Erfahrungen gemacht. In den letzten eineinhalb Jahren kam es kaum zu Beschädigungen der Lampen oder zu anderen technischen Problemen.

Stiftung Soziale und Ökologische ZukunftDurch die Verteilung der Solarlampen werden deutlich weniger Petroleumlampen benutzt. Die Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass die Solarlampen dankbar angenommen werden, besonders aufgrund der besseren Lichtqualität und des Wegfalls der Kosten für Petroleum. Dadurch wird der Petroleumverbrauch im Projektgebiet deutlich reduziert.

Geht man davon aus, dass die Familien ihre Solarlampen regelmäßig nutzen und dadurch ihre Petroleumlampen im Durchschnitt 3,5 Stunden pro Tag nicht einsetzen, so ergibt sich eine jährliche Einsparung von rund 31 Litern Petroleum pro Familie. Neben dem CO2 werden von den Petroleumlampen auch Rußpartikel ausgestoßen. Der Klimaeffekt von rußenden Petroleumlampen wurde lange Zeit unterschätzt. Neuere Untersuchungen haben aber ergeben, dass 7 bis 9 Prozent des verbrannten Petroleums in Ruß umgewandelt wird. Die Rußpartikel einer Petroleumlampe, die nur wenige Tage in der Atmosphäre verbleiben, tragen in dieser kurzen Zeit 20 Mal mehr zur Klimaerwärmung bei als das von der selben Lampe ausgestoßenen CO2 in 100 Jahren.

Die geplanten Projektkosten belaufen sich für das Jahr 2014 auf ca. 8.000 €.

11. März 2012 – Bericht Chanel 7 News

http://www.youtube.com/watch?v=r1Wr_nSEvbo&list=UUb8e2jWHwjSH9qk_Sl9OKrQ

Solar Bild 1 (2)

Unser Projektpartner:

Seit mehr als 40 Jahren kämpft medico international e. V. als Hilfs- und Menschenrechtsorganisation für gesellschaftliche Veränderung. Im globalen Süden engagiert sich medico international für die Ausgegrenzten und Menschen am Rand der Gesellschaft. medico setzt sich für menschenwürdige Lebensverhältnisse ein und unterstützt langfristig Projekte in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Menschenrechte und psychosoziale Arbeit. Gezielt werden die Rechte von Menschen gestärkt, die Opfer von Folter, Krieg und Katastrophen sind. Die unmittelbare Arbeit vor Ort wird durch kritische Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit begleitet. Armut, Not und Gewalt sollen auf Dauer beseitigt werden, dazu müssen die Ursachen erkannt und überwunden werden. Denn die Welt leidet nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe notwendig machen. Für medico ist Hilfe Teil eines umfassenden solidarischen und politischen Handelns.

Hilfe ist nicht – wie in den Medien oft vermittelt – eine Frage der Schnelligkeit. Auch in akuten Krisen gilt, dass Nothilfe internationaler Nichtregierungsorganisationen die vorhandenen Strukturen der Selbsthilfe fördern und ausbauen muss, statt sich an die Stelle einheimischer Akteure zu setzen. Das Partnernetzwerk um medico leistet eine solche nachhaltige Nothilfe. Sie hat zum Ziel, dass Menschen in Not so schnell wie möglich wieder selbstständig und selbstbestimmt handeln können.

„Unser Bemühen, emanzipatorische Prozesse zu unterstützen, schließt dabei das Bewusstsein um die ambivalenten Folgen von Hilfe ein. Wir handeln nach der Maxime „Hilfe verteidigen, kritisieren und überwinden“.

Weitere Informationen: www.medico.de

Historie

Bereits seit vielen Jahren unterstützt Dr. Hartmut Brösamle medico und kennt die dort handelnden Personen. Durch die Zusammenarbeit hat sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Im Rahmen der Stiftung wird die gemeinsame Arbeit fortgesetzt.

Ihre Spende

  1. medico arbeitet mit lokalen Partnern zusammen, die die sozialen und politischen Probleme vor Ort und die Not der Menschen genau kennen.
  2. medico gehört zu den renommiertesten Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Projekte langfristig unterstützt und begleitet werden.
  3. medico geht verantwortungsvoll mit Spendengeldern um und hat niedrige Verwaltungskosten.
  4. Wir stehen mit medico in regelmäßigem und unmittelbarem Kontakt, daher sind wir immer über den aktuellen Projektstand informiert. Wir erleben, wie jeder Schritt im Voraus genau geplant, Projektideen immer weiter hinterfragt und optimiert werden.
  5. Jeder Cent, den Sie spenden, kommt unmittelbar dem Projekt zugute.